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Wassersport Akademie

Der Sportbootführerschein See Powerkurs Sportbootführerschein See

Der Sportbootführerschein See ist der Führerschein für die Hohe See, also für Ozeane, Weltmeere, Karibik, Nord-, Ost- und Südsee.

Mit diesem Schein darfst du sogenannte »Sportboote« (so nennt das Gesetz die Boote, die für Freizeit- bzw. Hobby-Zwecke zugelassen sind) fahren. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um ein Motorboot oder ein Segelboot handelt.

Damit darfst du Sportboote auf der Hohen See fahren. Ganz egal, ob Motorboot oder Segelboot.

Um den Sportbootführerschein See zu bekommen, musst du zwei Prüfungen bestehen. Eine davon ist die Theorie-Prüfung.

Beide Prüfungen sind unabhängig voneinander. Du musst also im Zweifelsfall nur die Prüfung wiederholen, bei der du durchgefallen bist. ... also falls du durchfallen solltest, was ziemlich unwahrscheinlich ist.

Um den Sportbootführerschein See zu bekommen, musst du zwei Prüfungen bestehen. Eine davon ist die Praxis-Prüfung.

Beide Prüfungen sind unabhängig voneinander. Du musst also im Zweifelsfall nur die Prüfung wiederholen, bei der du durchgefallen bist. ... also falls du durchfallen solltest, was ziemlich unwahrscheinlich ist.

Wo und was darf ich mit diesem Schein fahren?

Grundsätzlich darfst du damit jedes Sportboot fahren. Ganz egal, ob es Segel oder Motor oder beides hat.

Was bedeutet »Sportboot«?

Der Begriff »Sportboot« ist in der europäischen Richtlinie (2013/53/EU) ausführlich definiert.

Im Wesentlichen sagt er aber folgende Punkte:

  • Maximal 24 Meter lang
  • Zu Freizeit- bzw. Hobby-Zwecken zugelassen

Vorsicht! Binnen sind in Deutschland nur maximal 15 Meter erlaubt. Das ist eine Binnen-Prüfungsfrage. Also merke dir hier keine falschen Sachen!

Darf ich damit wirklich JEDES Sportboot fahren?

Ja, wenn es ein »Sportboot« ist, darfst du es mit diesem Schein fahren.

Aber sachte, junger Padawan! Das ist nur die "Fahr-Erlaubnis". Dazu können weitere Beschränkungen kommen, die dir den Spaß schnell vermiesen können.

Beispielsweise kann das Boot mit einer "zertifikat-pflichtigen Funkanlage" ausgerüstet sein. Dann brauchst du auch noch einen Funkschein, wenn du mit dem Sportboot fahren willst. Oder es kann regionale Beschränkungen - sogenannte "Befahrensbeschränkungen" - geben, die spezielle Vorschriften für das entsprechende Gebiet machen und unter Umständen auch das Befahren mit einem Sportboot einschränken oder verbieten, solange der Skipper nicht bestimmte Fähigkeiten nachweist.

Aber im Großen und Ganzen kannst du dir merken:

Ja, jedes »Sportboot«, solange du es nicht "gewerblich nutzen" (also Geld damit verdienen) willst.

Wo genau darf ich mit dem Sportbootführerschein See fahren?

Damit darfst du auf allen Gewässern, die zur "Hohen See" gehören. Also auf der Ostsee, der Nordsee, dem Mittelmeer, dem Atlantik, dem Pazifik, dem Indischen Ozean, etc.

Tatsächlich darfst du außerhalb der Hoheitsgebiete der Staaten sogar ganz ohne Führerschein herumeiern. Es würde nur schwierig werden, wenn du irgendwann mal an Land willst. Denn sobald du in irgendein Hoheitsgewässer irgendeines Staates kämst, bräuchtest du eine Fahrerlaubnis; also den Sportbootführerschein See.

Es heißt, das sei ein "5-Meilen-Schein". Darf ich damit nur 5 Meilen von der Küste wegfahren, oder wie jetzt?

Damit darfst du auf allen Gewässern, die zur "Hohen See" gehören. Das meint wirklich "alle Gewässer".

Die "5 Meilen" sind mehr eine virtuelle Grenze, nach der Versicherungen entscheiden, ob du deiner "seemännischen Sorgfaltspflicht" Genüge getan hast, wenn etwas passiert. Falls du also weiter rausfahren willst, SOLLTEST du über entsprechende Erfahrung verfügen.

"Müssen" musst du aber nicht. Du kannst auch den Sportbootführerschein als Grundlage für eine Weltumsegelung nutzen.

Weitere Fragen und Antworten zum Sportbootführerschein findest du im Abschnitt »Häufig gestellte Fragen zum Sportbootführerschein See«.

Warum gibt es zwei Führerscheine (See & Binnen)?

Binnen & Buten - also "Binnen" & "See" - unterscheiden sich durch zahlreiche Vorschriften, Gesetze und Regelungen.

Und damit du dich nicht wirklich 5 Jahre lang auf einen einzigen Sportbootführerschein vorbereiten musst, hat man sich entschieden, es wie bei der LKW-Fahrerlaubnis und der PKW-Fahrerlaubnis zu machen: Es gibt unterschiedliche Scheine.

Auf der Straße unterscheiden wir die Führerscheine nach Fahrzeug-Art (Motorrad, Pkw, LKW). Auf dem Wasser unterscheiden wir nach Fahrt-Gebieten (Binnen, See).

Wenn du also PKW und LKW fahren willst, musst du notgedrungen beide Führerscheine machen. Und wenn du Binnen und See fahren willst, dann musst du notgedrungen beide Führerscheine machen.

Prüfung einsparen! Wenn du erst den See- und dann den Binnen-Schein machst, kannst du eine ganze Prüfung (Praxis-Prüfung Binnen) auslassen. Umgekehrt funktioniert das nicht.

Gibt es noch mehr Fahrerlaubnisse, oder bleibt es bei den beiden Fahrtgebieten "See" & "Binnen"?

Fähigkeitsnachweise

Fähigkeitsnachweise sind KEINE Fahrerlaubnis. Es gibt nur zwei Fahrtgebiete: Binnen & See. Und es gibt nur zwei Fahrerlaubnisse: Binnen & See. Punkt.

SKS - Sportküstenschifferschein

Dieser Fähigkeitsnachweis ist vor allem für Segler interessant: Mit ihm weist du erweiterte Fähigkeiten nach. Beispielsweise gehören dazu erweiterte Wetter-Kenntnisse, erweiterte Navigations-Kenntnisse (s. Karten-Aufgaben) und erweiterte Manöver-Kenntnisse.

Um diesen Fähigkeitsnachweis zu erwerben, brauchst du zunächst die Fahrerlaubnis (Sportbootführerschein See) und darüber hinaus noch mindestens 300 Meilen "Praxis-Erfahrung" als "Co-Skipper" oder als sogenannter "Wachführer" (was in der Praxis bei uns Wassersportlern aber das gleiche ist).

Dieser Fähigkeitsnachweis öffnet dir Türen bei Boots-Verleihern, die dann schon eher bereit sind, dir mal eine richtig teure Yacht in die Hand zu drücken.

SSS - Sportseeschifferschein

Dieser Fähigkeitsnachweis ist eine "Erweiterung des Fähigkeits-Nachweises vom SKS".

Hier musst du noch mehr Wetter-Kenntnisse, noch mehr Navigations-Kenntnisse und noch mehr "allgemeine Kenntnisse" (Crew-Führung, Motor-Technik, Bord-Elektrik, etc.) nachweisen. Das wird dann schon so umfangreich, dass du insgesamt 5 Prüfungen ablegen musst, um diesen Zettel zu bekommen.

SHS - Sporthochseeschifferschein

Dieser Fähigkeitsnachweis ist der größte "Hobby-Zettel", den wir Wassersportler bekommen können.

Hier werden dann schon fast professionelle Kenntnisse in allen möglichen Bereichen - von Recht über Seemannschaft und Navigation bis zu Crew-Führung - geprüft. Auch hier stehen insgesamt satte 5 Prüfungen auf dem Programm. Und allein die Praxis-Prüfung dauert mehrere Stunden...

Royal Yacht Master, etc.

Die "Royal Yacht Master" sind ähnliche Fähigkeitsnachweise wie die oben genannten "Schifferscheine". Allerdings stammen sie aus dem "maritimen Mutterland Großbritannien".

Die Ausbildung und die Prüfungen sind so umfangreich, dass man allein zur Prüfung mehrere Tage ansetzt. Am Ende steht dann allerdings ein Schein, der weltweite Anerkennung genießt und mit dem man wirklich sicher sein kann, dass man ziemlich viel über die Hohe See weiß...

Es gibt keine weiteren "Fahrerlaubnisse", aber eine Reihe von "Fähigkeits-Nachweisen".

Der Unterschied zwischen beidem ist eine rechtliche Frage: Mit einer "Fahrerlaubnis" erlaubt man dir das Fahren der Sportboote. Mit einem "Fähigkeits-Nachweis" weist du deine Fähigkeiten nach.

Stelle dir das etwa so vor:

Fahrerlaubnis: Der Pkw-Führerschein ist ein "Führerschein". Mit ihm bekommst du die Erlaubnis, einen Pkw fahren zu dürfen.

Fähigkeits-Nachweis: Beim ADAC kannst du außerdem noch ein "Fahrsicherheits-Training" machen. Dabei übt man mit dir den besseren Umgang mit dem Auto. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Fahrsicherheits-Trainings bekommst du einen "Fähigkeits-Nachweis", der dir bescheinigt, dass du ein "besserer Autofahrer" bist, oder so.

Der Fähigkeitsnachweis ist also KEINE FAHRERLAUBNIS, sondern einfach nur ein Zettel, auf dem steht, dass du etwas besonderes kannst.

Sind die Prüfungen für diese Fahrerlaubnis schwer?

»Schwierig« ist ein sehr subjektives Wort. Schwer ist immer alles, was man nicht kann und nicht weiß.

Nein, die Prüfungen sind nicht schwer, wenn du dich an unsere Tipps & Tricks hältst.

Aber die Sportbootführerscheine wurden ganz bewusst vom Gesetzgeber so einfach wie möglich gestaltet. Schließlich geht es um Umsatz in einer milliarden-schweren Branche ... und nur der zählt, wie du schon bald selbst feststellen wirst...

Prüfungs-Erfolg fast schon garantiert Mehr als 70 Prozent der Fahrschul-Teilnehmer und mehr als 85 Prozent der Autodidakten bestehen die Prüfungen schon im ersten Anlauf.

Weit über 90 Prozent schaffen sie dann im zweiten Anlauf.

Wer es jedoch nicht geschafft hat, war unserer Erfahrung nach einfach nur zu faul zum Lernen, hat sich sinnlos verzettelt oder ist mit einem äußerst ungesunden Halbwissen, das er sich meist in Fahrschul-Kursen angeeignet hat, in die Prüfung gegangen.

Beispielsweise sind die Prüfungsbedingungen so gestaltet, dass du notfalls jeden Monat einmal zur Prüfung antreten könntest. Bis du die Prüfungen geschafft hast. Oder bis du gestorben bist. Je nachdem, was früher eintritt. Aber nur sehr, sehr wenige Leute brauchen mehr als eine einzige Nachprüfung.

Auch die Prüfungs-Inhalte sind keine besondere Herausforderung und in manchen Bereichen sogar grob fahrlässig leicht gemacht worden. Einzig weil es für dich neu ist, wirst du dich in den ersten Tagen ein bisschen schwer tun. Aber schon nach einer Woche in der Vorbereitung wirst du merken, dass man die Prüfungen durchaus schaffen kann. Und das, ohne jemals auf einem Boot gesessen oder gar praktische Erfahrungen gesammelt zu haben.

Das erwartet dich

  • Nur 2 Prüfungen (Theorie + Praxis)
  • Beide Prüfungen werden getrennt bewertet, du musst also nur nachprüfen lassen, wo du - falls überhaupt - durchfällst
  • Es werden nur 10 Manöver geprüft
  • Du musst nur 10 Knoten kennen
  • Du musst ca. 280 Fragen beantworten können
  • Notfalls kannst du beliebig oft nachprüfen lassen
  • Eine Prüfung kostet nur ca. 50 Euro
  • Die Vorbereitung ist in 4 - 5 Wochen leicht zu schaffen
  • Für die Karten-Aufgaben werden Geometrie-Kenntnisse der 5. Klasse und Rechen-Kenntnisse der 3. Klasse vorausgesetzt

2 Prüfungen muss der Mensch machen (in jedem Fall)

Die Theorie-Prüfung

Prüfungsbogen Sportbootführerschein See

Die Theorie-Prüfung kann verkürzt (nicht: ausgelassen) werden. Falls du bereits den Sportbootführerschein Binnen besitzt, entfällt in dieser Prüfung das Modul »Basis« vollständig.

Die Praxis-Prüfung

Praxisprüfung Sportbootführerschein See

Die Praxis-Prüfung kann verkürzt (nicht: ausgelassen) werden, wenn du bereits den Sportbootführerschein Binnen besitzt.

Diese beiden Prüfungen musst du in jedem Fall machen (und bestehen). Es gibt keine Möglichkeit, eine der Prüfungen (oder gar beide) auszulassen.

Wenn du beide Scheine (See + Binnen) haben willst, dann beginne mit diesem Schein, denn damit kannst du dir die Praxis-Prüfung für den Binnen-Schein vollständig ersparen. Umgekehrt funktioniert das nicht. (Doch: Die Praxis-Prüfung See wird "verkürzt", aber nicht ganz ausgelassen. Mehr dazu findest du im Abschnitt Praxis-Prüfung zum Sportbootführerschein See.)

Wenn du beide Sportbootführerscheine haben willst, dann mache ZUERST den See-Schein (= diesen hier) und DANACH den Binnen-Schein! Damit entfällt eine ganze Prüfung (= die Praxis-Prüfung Binnen). Umgekehrt funktioniert das nicht.

Mehr Informationen

Mehr Informationen findest du in den »Häufig gestellten Fragen« bzw. ganz oben auf dieser Seite unter dem Tab-Reiter »Mehr Lesen«.

Informiere dich wirklich umfassend, junger Padawan! Der Wassersport mag dein Hobby sein --- Es ist aber die Geld-Erwerbsquelle für Fahrschulen. Man wird dir vieles erzählen, was dich am Ende nur Geld, Nerven ... und im schlimmsten Fall sogar die Prüfung kosten kann. Nur, wenn du dich gut informiert hast, kannst du diese Riffe sicher umschiffen.

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