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Wassersport Akademie

»Brauche ich eine Fahrschule?« Sportbootführerschein See

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit einer Frage, die du für dich zweifellos schon längst beantwortet hast:

»Brauche ich eine Fahrschule?«

Wenn du mit dem Kurs noch nicht begonnen hast, wirst du jetzt aufstöhnen und sowas wie »Natürlich!« sagen wollen. Und wenn du den Kurs schon hinter dir aber die Prüfung noch vor dir hast, wirst du eher sagen: »Naja, viel gebracht hat's ja nicht. Aber jede Menge Geld gekostet.«

Lass uns also einfach mal hinter die Kulissen des Geschäfts "Wassersport-Prüfungen" gucken. Dann werden wir ja sehen...

"Fahrschule" ist nicht vorgeschrieben Anders als bei der "Auto-Fahrschule" ist der Besuch einer "Boots-Fahrschule" nicht vorgeschrieben. Du musst die Prüfung bestehen. Mehr musst du nicht. Und was du dazu unternimmst, ist allein deine Sache. Punkt.

Allen Schnäppchenjägern seien die Worte von John Ruskin aus dem Jahr 1872 ans Herz gelegt, der einst sagte:

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.

-- John Ruskin, 1872

Es ist ein Geschäft, bei dem es nur ums Geld geht...

Für dich mag es "Hobby" sein: Für die Boots-Fahrschulen ist es "Geschäft". Hier geht es um "Geld verdienen"; und um nichts anderes.

Die meisten Bootsfahrschulen werden von zwei Gruppen von Leuten betrieben:

  • Kapitäne auf dem Altenteil

    Das sind Profis, daran gibt es keinen Zweifel. Sie beherrschen das Geschäft des "Boot Fahrens" so gut, wie kaum ein anderer. Aber hier geht es nicht um "Zehntausende oder Hunderttausende Tonnen schwere Schiffe", die irgendwo hin gebracht werden müssen.

    Hier geht es um Leute, die in kürzester Zeit Wissen für den Sportbootführerschein aufbauen wollen. Das ist ein Job für Pädagogen. Denn hier geht es um ausgefeilte Lehrpläne und durchdachte Lehrmethoden; um in der kurzen Zeit so viel Wissen in deinen Kopf zu prügeln.

  • Leute, die das Hobby zum Beruf gemacht haben

    Hand aufs Herz: Wer von uns träumt nicht davon, fürs "Boot Fahren" bezahlt zu werden? Diese Leute haben ihren Traum wahr gemacht: Sie haben eine Fahrschule aufgemacht, wo du sie genau dafür bezahlst.

    Und die meisten von ihnen sind zweifellos hervorragende Praktiker. Ihnen kann man ein 200.000 oder auch 500.000 Euro teures Schiff anvertrauen und trotzdem ruhig schlafen. Aber sind sie auch fähig genug, den Theorie-Stoff in wenigen Tagen in deinen Kopf zu prügeln?

Jeder kann Ausbilder werden. Auch du. Jetzt. Sofort. Auf der Stelle. Alles, was du dazu brauchst, ist ... nix. Du brauchst gar nix, außer Zeit, um dich vor eine Truppe zu stellen und ihr irgendwas von "Prüfung" zu erzählen.

Es ist ein knallhartes Geschäft

All das oben Gesagte hebt die Fahrschul-Betreiber kaum an. Nur die wenigsten investieren in ihre Fortbildung als Ausbilder. Stattdessen schleusen sie so viele Kunden (also Leute wie dich) in so kurzer Zeit wie möglich durch ihre Kurse.

Und dabei haben sie immer ein Auge bei der Konkurrenz: Senkt die die Preise? Wenn ja, wird mitgezogen. Notwendigerweise, denn wenige Kunden für wenig Geld sind ihnen lieber als gar keine Kunden für einen fairen Preis, den gute Ausbildung nun einmal verlangt.

Das Ergebnis? Immer weniger Geld für Ausbilder; also laufen die guten Ausbilder weg. Immer weniger Geld für Unterrichtsmaterial, also wird aufs Internet verwiesen. Oder auf Bücher. Oder auf andere Dinge, die du auch ohne eine Fahrschule kaufen oder nutzen könntest...

Und das Ergebnis für dich: Du besuchst einen Kurs, der dich mehr verwirrt, als dir nutzt. Und du sitzt nach dem Kurs allein zu Hause und büffelst Fragen auswendig für eine Prüfung auf die dich eigentlich der (letztlich teure) Kurs vorbereiten sollte...

Jeder kann eine Fahrschule aufmachen - auch du

Du bist knapp bei Kasse? Der Schein ist dir zu teuer? - Wir haben da eine geniale Geschäftsidee für dich:

Mach doch deine eigene Fahrschule auf!

Damit kannst du das Geld verdienen, um gute Kurse bezahlen zu können. Und dann hast du keine Geldsorgen mehr.

Du sagst »Wie denn? Ich kann das doch gar nicht! Ich habe ja nicht mal einen Sportbootführerschein.«? Das ist kein Problem: Du musst einfach nur zum Gewerbeamt gehen, 25 Euro auf den Tisch legen und verkünden: »Ich eröffne eine Bootsfahrschule!« Nach etwa 5 Minuten hast du deinen Gewerbeschein und bist stolzer Besitzer einer eigenen Bootsfahrschule.

Wasser? Musst du nicht gesehen haben. Es reicht, wenn du weißt, dass es Wasser gibt. Vorkenntnisse? Danach fragt dich keiner. Es reicht, wenn du verkündest, dass du für die Sportbootführerscheine ausbilden willst.

Das ist kein Scherz!

Anders als bei Auto-Fahrschulen gibt es keine "Tauglichkeits-Kontrolle" für Boots-Fahrschulen. Jeder - wirklich JEDER - kann eine Fahrschule aufmachen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Nur etwa 25 Euro für den Gewerbeschein.

»Top Idee! Und wie finde ich Kunden?«

Bastle eine Webseite! Schreibe da rauf, dass du Kurse für Sportbootführerscheine machst. Lege Preise für die Kurse fest (irgendwas zwischen 100 und 500 Euro; je billiger, desto mehr Leute kommen).

Und dann fange einfach an. Niemand verlangt, dass du Wissen hast. Niemand verlangt, dass du dieses Wissen auch vermitteln kannst. (Nicht jeder, der viel weiß, kann es auch anderen Leuten vermitteln.) ... Schon gar nicht deine Kunden.

Oder hast DU - Ja, dich meine ich! - danach gefragt,
als du deinen Kurs gebucht hast?

Jeder kann Ausbilder werden - auch du

Unser Vorschlag mit der eigenen Fahrschule ist dir zu stressig? Du willst nicht gleich eine ganze Kuh kaufen, nur weil du ein Glas Milch trinken (also den Schein haben) willst? Fein! Dann kommt der nächste Vorschlag, wie du dir das Geld für einen Fahrschul-Kurs verdienen kannst:

Werde doch einfach Ausbilder!

Jetzt. Sofort. Alles, was du dafür tun musst, ist eine Fahrschule finden, die bereit ist, dir Lohn zu zahlen.

Vorwissen? Wird überbewertet! Musst du nicht haben. Ist auch gar nicht erforderlich. Mache einfach, was die meisten Ausbilder machen: Sage deinen Kurs-Teilnehmern, dass sie schon ein bisschen selbst aktiv werden müssen, wenn sie die Prüfungen bestehen wollen.

Es gibt keine "Ausbilder-Eignung", oder so. Jeder - wirklich JEDER - darf ausbilden. Also auch du. Sofort. Jetzt. Worauf wartest du noch?

Du musst noch nicht einmal selbst den Sportbootführerschein bestanden haben. (Für die Praxis-Ausbildung holst du dir einfach jemanden aufs Boot, der den Schein geschafft hat.)

Mach's wie die Profis!

Verkaufe deinen Kursteilnehmern gleich am Anfang ein paar "Lehr-Bücher". Nuschele dazu: »Was? Nein, kaufen MUSST du sie nicht. Aber ich würde es machen, wenn ich die Prüfung bestehen wollte.« Und gib ihnen einen Geheimtipp: Es gibt einen Fragenkatalog. Du hast ihn - natürlich nur für sie - ausgedruckt und als PDF vorbereitet. Den sollen sie einfach auswendig lernen. Dann klappt's auch mit der Prüfung.

Den Rest der Zeit im Kurs füllst du mit Seemanns-Garn (kannst du dir einfach ausdenken) und ein bisschen Mathe auf dem Niveau der 3. Klasse (dreistellige Zahlen addieren und subtrahieren) für die Navi-Aufgaben.

Kurse dauern meist 3 - 5 Tage

Jetzt halten wir mal für 30 Sekunden die Füße still und denken gemeinsam über das Folgende nach:

Würde man den Fragenkatalog geheim halten,
dann würden 99 Prozent aller Fahrschüler
durch die Prüfungen fallen.

Warum sie heute nicht durchfallen? Weil sie ALLE nach dem Kurs zu Hause sitzen und Prüfungsfragen auswendig lernen. Auf unserer Plattform beispielsweise.

Aber wenn man sowieso zu Hause sitzen und lernen muss, wozu dann eine "Fahrschule"? Und wenn man Prüfungsfragen auswendig lernen muss, wozu dann "Unterricht"?

Es ist ohne weiteres möglich, dir in 3 Tagen das erforderliche Praxis-Wissen beizubringen, um die Prüfung zu bestehen. Diese Zeit würde sogar ausreichen, um dir das erforderliche Praxis-Wissen für den Sportküstenschifferschein (SKS) beizubringen.

Es ist aber völlig ausgeschlossen, dir an 3 oder 5 Abenden das erforderliche Theorie-Wissen beizubringen. Selbst die besten Pädagogen könnten das nicht. Um wie viel weniger also Ausbilder, die "Methodik & Didaktik" für Gerichte auf einer griechischen Speisekarte halten?

Es ist ein UNMÖGLICHER Auftrag

Es ist sachlich, technisch und logisch völlig ausgeschlossen, dass du in 3 - 5 Tagen das notwendige Prüfungswissen erwerben kannst. Absolut unmöglich.

Das weiß auch der "Verband deutscher Wassersport Schulen" (VDWS). Deshalb hat er eine Empfehlung an seine Fahrschulen herausgegeben. Mindestens 35 Stunden Unterricht. Das ist selbst für ihn die allerunterste Kotzgrenze. Und sogar diese "untere Kotzgrenze" setzt voraus, dass du nach dem Kurs die Prüfungsfragen auswendig büffelst, wenn du die Prüfungen bestehen willst.

Da ist also "Wissens-Erwerb" gar nicht eingeplant...

Warum bieten Fahrschulen es dann an?

Versuchst du dich auch damit zu beruhigen, dass Fahrschulen es ja schließlich nicht anbieten würden, wenn es so absolut wäre, wie wir das behaupten?

Nun, an dieser Stelle schließt sich der Kreis. Wir sind wieder an der Stelle angekommen, bei der wir oben gestartet sind:

Weil es ein Geschäft ist.
Weil es ums "Geld verdienen" geht.
Und weil sich für jeden Mist jemand findet,
der dafür Geld ausgibt.

 

Fahrschulen sind (fast alle) super für die Praxis. Den meisten Fahrschul-Ausbildern, die uns bisher über den Weg gelaufen sind, könnte man ohne das geringste Zögern eine 500.000 Euro teure Yacht anvertrauen. Sie beherrschen die Praxis oft bis zur Perfektion.

Aber sie sind (fast alle) Scheiße, wenn es um Theorie-Ausbildung geht. Schon allein aus technischen Gründen ist es ihnen unmöglich, in 3, 4 oder 5 Tagen das erforderliche Wissen in dich hineinzuprügeln.

Also sind Fahrschulen Scheiße?

Nur weil sich eine Glasflasche nicht eignet, um einen Nagel in die Wand zu schlagen; heißt das doch nicht, dass sie zu gar nichts taugt, oder?!

Boots-Fahrschulen haben sehr wohl ihre Berechtigung. Man kann bei ihnen unendlich viel praktisches Wissen erwerben. Denn die allermeisten Ausbilder und Fahrschul-Betreiber sind hervorragende Profis ... im Geschäft der Praxis.

Wenn es aber um die Frage der Theorie-Ausbildung geht; und ganz besonders, wenn es um "wenig Zeit + viel Wissen" geht; sind Fahrschulen nichts anderes als Versicherungsverkäufer: Sie versprechen dir das Blaue vom Himmel, wenn du dafür bei ihnen kaufst.

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