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Eindampfen in die Vorspring Pflicht - Praxis-Manöver - Sportbootführerschein See

Das Pflicht-Manöver »Ablegen vom Steg« gibt es in zwei Varianten. In diesem Abschnitt schauen wir uns das »Eindampfen in die Vorspring« an.

Die zweite Variante - das einfache Ablegen vom Steg solltest du dir aber ZUSÄTZLICH ebenfalls anschauen und so gut lernen, dass du es im Zweifelsfall nutzen kannst.

Wann verwenden wir dieses Manöver?

Wenn wir vor und hinter unserem eigenen Boot KAUM oder GAR KEINEN Platz zu den anderen Booten oder sonstigen Hindernissen haben, ist dieses Manöver das Manöver unserer Wahl.

Außerdem ist es ausgesprochen praktisch, wenn wir (starken) Seitenwind haben, der unser Boot gegen den Steg drückt. Oder wenn wir seitlichen Seegang (= Wellen) haben, der unser Boot auf den Wellen gegen den Steg drückt.

Die Prüfung darf bei starkem Wind oder Wellengang sowieso nicht durchgeführt werden. Insofern brauchst du davor keine Angst zu haben.

Wann verwenden wir dieses Manöver NICHT?

Es gibt eigentlich keine Situation, in der wir dieses Manöver nicht verwenden können. Jedenfalls nicht in der Prüfung.

In der Praxis kann es allerdings passieren, dass du nicht seitlich am Steg liegst, sondern vielleicht rückwärts eingeparkt hast. (Wir nennen das rückwärts Einparken üblicherweise "römisch-katholisch", weil es in den römisch-katholischen Ländern - also vor allem am Mittelmeer - sehr beliebt ist.)

Ablegen

Es sieht ein bisschen schwieriger aus als das "einfache Ablegen". Aber wenn du erst mal den Ablauf drauf hast, wirst du dich wundern, wie leicht es von der Hand geht...

Ablegen

Anders als das einfache Ablegen vom Steg verbraucht dieses Manöver nur wenig mehr Platz als das Boot lang ist.

Außerdem ist das Manöver sehr sicher (es kann nicht viel dabei passieren, außer dass sich das Crew-Mitglied an der Vorleine die Hand abquetscht), weil wir das Boot bis zur letzten Sekunde am Steg angebunden lassen.

Und schließlich nutzen wir dabei nicht unsere Körperkraft, indem wir das Boot vom Steg wegzudrücken versuchen, sondern wir benutzen unseren Kopf und lassen die Physik für uns arbeiten. Damit können also auch kleine und schwächliche Menschen tonnenschwere Boote bei jedem Wind und Wetter kinderleicht vom Steg ablegen.

Warum heißt es »Eindampfen in die Vorspring?«

»Eindampfen ...« ist ein Slang-Ausdruck für "Dampfer fahren". Und da wir das Manöver mit dem Motor fahren, also wirklich mit dem Vorwärtsgang und mit am Steg festgebundenen Boot gegen den Steg drücken, nennen wir es "Eindampfen".

»... in die Vorspring« bezeichnet die Art, wie wir am Steg festgebunden sind: nämlich mit der Vorspring.

Die »Vorspring« ist eine Leine, die vom Bug (= vordere Spitze) des Bootes nach schräg hinten am Steg festgemacht wird. Sie dient dazu, das Boot daran zu hindern, allzu sehr in den beiden "Anlege-Leinen" (Vorleine & Achterleine) schaukeln und gegen den Steg knallen zu lassen.

Eindampfen in die Vorspring

Gib, wenn du nehmen willst!

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung steht nur Crew-Mitgliedern zur Verfügung.

»Gib, wenn du nehmen willst!«

Mann mit zugeknöpften Taschen,
dir tut niemand was zulieb.

Hand wird nur von Hand gewaschen:
Wenn du nehmen willst, dann gib!

-- J.W. Goethe

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