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Ablegen vom StegPflicht - Praxis-Manöver - Sportbootführerschein See

Das Pflicht-Manöver »Ablegen vom Steg« wirst du in Zukunft immer brauchen, um überhaupt losfahren zu können. Insofern ist es wohl auch logisch, wenn man es mal prüfen lässt, oder?!

Dieses Manöver wirst du höchstwahrscheinlich zeigen müssen. Nicht zwingend, aber wirklich sehr, sehr wahrscheinlich.

In aller Regel beginnt deine Prüfung mit diesem Manöver. In einigen Fällen kann es aber auch vorkommen, dass der Prüfer seinen Rudergänger (also dich) mitten auf dem Teich austauscht. Dann kann dir das Manöver erspart bleiben.

Praktisch jeder Törn beginnt mit dem Ablegen vom Steg. Insofern ist es auch logisch, dass wir dieses Manöver einigermaßen beherrschen sollten.

Vermutlich bist du schon mal mit dem Ruderboot auf den See gefahren. Da war es einfach: Man stößt das Boot einfach mit aller Kraft vom Steg weg und fängt dann an zu rudern.

Das funktioniert wunderbar mit leichten Booten (ein Ruderboot können zwei erwachsene Menschen tragen). Das funktioniert aber nicht mehr, wenn wir über ein tonnenschweres Boot reden. Da stößt du nix mehr ab. Da musst du deinen Kopf und ein paar Tricks nutzen.

Situation und Zielstellung

Unser Boot liegt noch am Steg festgebunden. Wir sitzen bereits im Boot und wollen jetzt losfahren.

Dieses Manöver gibt es in zwei verschiedenen Varianten. Suche dir eine davon aus, die du persönlich bevorzugen möchtest. Und lerne diese dann besonders gründlich.

Ziel dieses Manövers ist es, das Boot ohne Schrammen vom Steg wegzubekommen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich niemand von Crew und Gästen über Bord stürzt, vom Steg fällt oder die Finger quetscht.

Benötigte Crew 2
Schwierigkeit
Aufwand

Dieses Manöver gibt es in zwei Varianten. Wir beschreiben beide ausführlich. Wähle EINE Variante aus, die du besonders gründlich lernst. Lerne aber auch die zweite Variante, damit du sie im Falle des Falles nutzen kannst.

Prüfungs-Tipp Übe beide Manöver "trocken" bis du sie beherrschst. Stelle dich hin, sage alle Texte und mache alle Handbewegungen genauso, wie du sie auch auf dem Boot machen würdest. Laut. Deutlich. Und mit klaren Handbewegungen

Lern-Tipp So albern es dir vielleicht erscheinen mag: Dein Kopf speichert diese Informationen - also deine Handbewegungen und die Texte - zusammen ab. In der Prüfung wirst du dich dann sehr leicht, geradezu "automatisch", an jeden Handgriff und die notwendigen Texte erinnern können.

Prüfungs-Tipp Lass dir von deiner Familie helfen: Sie sind der Prüfer und kontrollieren deine Handbewegungen und Texte mit dieser Manöver-Übersicht. Dann lernst du es schneller und einfacher auswendig.

Warum gibt es zwei verschiedene Manöver?

Dieses Manöver gibt es in zwei verschiedenen Varianten.

Tatsächlich gibt es sogar etwa 15 verschiedene Manöver, mit denen man vom Steg ablegen kann. Sei also froh, dass du nur zwei davon lernen musst.

Welches der beiden Manöver du nutzt, ist in der Prüfung allein deine Entscheidung. Der Prüfer wird also nicht vorschreiben, welches der Manöver du jetzt nutzen sollst. Und er wird beide Manöver als "richtiges Manöver" bewerten. Allerdings setzt der Prüfer voraus, dass du "das richtige Manöver" aussuchst. (Was das bedeutet, klären wir bei den beiden Manövern noch genauer.)

Einfaches Ablegen

Einfaches Ablegen vom Steg

Diese Variante des Ablegens wird dir schon vom Ruderboot bekannt vorkommen: Leinen losmachen, Boot vom Steg wegbekommen, losfahren.

Anwendung: Wenn vor und hinter unserem Boot genug Platz zu anderen Booten ist, dann können wir dieses Manöver verwenden.

Vorteil: Dieses Manöver ist intuitiver und leichter zu erlernen.

Nachteil: Es braucht viel Platz am Steg. Außerdem musst du sehr gefühlvoll lenken und Gas geben.

»Eindampfen in die Vorspring!«

Eindampfen in die Vorspring

Diese Variante des Ablegens ist zunächst irritierend für Landratten. Wir lassen dabei die Physik für uns arbeiten, nutzen also ein paar physikalische Tricks.

Es ist also quasi so eine Art "rückwärts Ausparken".

Anwendung: Wenn vor und hinter unserem Boot nur wenig oder sogar gar kein Platz ist.

Vorteil: Dieses Manöver ist ein "Universal-Manöver", das wir bei jedem Ablege-Vorgang nutzen könnten. Es braucht praktisch nicht mehr Platz, als das Boot lang ist.

Nachteil: Es muss exakt, sauber und gründlich durchgeführt werden, wenn es funktionieren soll.

Es besteht ziemlich große Quetschungsgefahr für Finger und Hände, wenn das Manöver unsachgemäß durchgeführt wird.

Schaue dir die Vor- und Nachteile der beiden Manöver an und dann entscheide dich, welches Manöver dir mehr liegt. Lerne aber trotzdem BEIDE Manöver, damit du sie im Zweifel nutzen kannst, wenn du ablegen sollst.

Beste Lösung Lerne eines der beiden Manöver besonders gründlich, so dass du es im Schlaf singen kannst. Lerne aber auch das zweite Manöver so gut, dass du es im Notfall nutzen kannst.

Einfaches Ablegen

Einfaches Ablegen

Dieses Manöver hast du schon hundertfach gesehen, wenn andere Boote abgelegt haben. Und mit dem Ruderboot hast du es garantiert auch schon gemacht. Nun kannst du es mit dem Motorboot selbst ausprobieren.

Schwierigkeit

»Eindampfen in die Vorspring«

Eindampfen in die Vorspring

Dieses Manöver hast du vielleicht schon beobachtet. Da, wo eine "normale Landratte" zuschauen kann, geht es aber meistens nicht gar so eng zu, dass man dieses Manöver benutzen müsste. Außerdem ist es so unauffällig, dass du es vielleicht nicht mal bemerkt hast.

Schwierigkeit

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